Teil 3 – Dämmung

Vorbei sind die Zeiten, als ökologisch orientierte Mitmenschen als komische Kauze im knittrigen Leinenlook belächelt wurden, deren Speiseplan aus Körnern und Grünzeug bestand. Längst setzt sich in immer mehr Bereichen des Alltags und schichtübergreifend ein biologisches, gesundheits- und nachhaltigkeitsorientiertes Bewusstsein durch. Erfreulicherweise erzeugen auch immer mehr Hersteller für den Malerbedarf Produkte, die unsere Gesundheit und Umwelt nicht belasten, sondern mitunter sogar förderlich sind. Somit können auch wir bei Ihnen biologisches Material verarbeiten.

In unserem dritten und vorerst letzten Beitrag der ÖKO?LOGISCH!–Reihe berichten wir über ökologische Dämmstoffe. In dem Video am Ende des Beitrags erfahren Sie mehr über die faszinierende Kulturpflanze Hanf.

 

Der Gesetzgeber greift ein

Aktuell arbeitet die Regierung an weiteren Gesetzentwürfen zur Einsparung von Energie. Heute schon schreibt die Energieeinsparverordnung EnEV beispielsweise vor, dass bei einer Veränderung von mehr als 10 % an der Fassade der Wärmeschutz überprüft und eine Dämmung angebracht werden muss.

Zunächst mag man sich darüber ärgern, dass der Staat Immobilienbesitzern etwas vorschreibt, wofür viel Geld in die Hand genommen werden muss. Nicht vergessen darf man jedoch die Einsparungen, die man durch den nach erfolgter Dämmung geringeren Energieverbrauch hat. Und es gibt Förderprogramme, mit denen der Staat zum Teil hohe Zuschüsse zahlt.

Sparen durch Dämmung –
“Dieses Foto” von Unbekannter Autor ist lizenziert gemäß CC BY-ND

Die Dämmung soll Energie einsparen und somit auch der Umwelt zugutekommen. Wenn einem der Umweltaspekt jedoch wirklich wichtig ist, sollte man bei dem Dämmmaterial statt auf künstliche Baustoffe, die aus fossilen Rohstoffen gewonnen werden, besser auf ökologische Alternativen zurückgreifen. Hier wollen wir eine Auswahl vorstellen:

 

Schafwolle

Schafherde – ihre Wolle dient als natürliches Dämmmaterial

Schafwolle als Dämmung –
“Dieses Foto” von Unbekannter Autor ist lizenziert gemäß CC BY-SA

Schafwolle, die bis zu 33 % Wasser aufnehmen kann, ist diffusionsfähig und feuchtigkeitsausgleichend. Auch die weiteren Eigenschaften der Wolle sind positive Voraussetzungen für eine Dämmung: Die Wolle ist antistatisch, schmutzabweisend, elastisch und dehnbar. Außerdem ist sie beständig gegen Schimmelpilz und Motten, zudem geruchsneutral. Und letztendlich ist sie kompostierbar.

 

Schafwolle – Dämmbahnen –
“Dieses Foto” von Unbekannter Autor ist lizenziert gemäß CC BY-SA

 

Kokos und Kork

Kokosnuss – ihre Fasern sind u. a. bestens zur Dämmung geeignet

Diese Materialien, die wir bereits in unserem vorausgehenden Beitrag über ökologische Bodenbeläge vorgestellt haben, sind echte Multitalente. Denn nicht nur als Bodenbeläge punkten sie mit super Eigenschaften. Sie können auch als Dämmstoff überzeugen. Hier qualifizieren sie sich dadurch, dass für ihre Herstellung als Dämmmaterial keinerlei Zusatzstoffe wie Bindemittel oder Schutzmittel gegen z. B. Schädlinge benötigt werden. Kork ist zusätzlich dank hoher Wärmespeicherung gleichzeitig ein hervorragender Wärmeschutz bei sommerlicher Hitze.

Lagerung der Korkrinden –
“Dieses Foto” von Unbekannter Autor ist lizenziert gemäß CC BY-SA

 

Hanf

Bei Hanf denken viele erstmal an die Flower-Power-Ära oder auch die noch heutige Nutzung als Rauschmittel.

Doch diese Pflanze bietet uns noch weitaus mehr. Und das schon seit 5000 vor Christus, als aus Hanf Bogensehnen hergestellt wurden. Über die Jahrhunderte tritt Hanf immer wieder bahnbrechend in Erscheinung – vom Druck der Bibel über die Levis-Jeansherstellung, als Arzneimittel, Lebensmittel und in mannigfaltigen anderen Bereichen, eben auch als Dämmstoff.

Auch in dieser Verwendung als Dämmstoff bekommt der Hanf eine Eins mit Sternchen in Sachen Ökobilanz:

In ökologisch-nachhaltiger verantwortungsvoller Anbauweise ist die Hanfpflanze in nur 100 Tagen bis 4 m hoch gewachsen und damit bereits erntereif. Ungleich schneller als Bäume. Hanf bindet also im Vergleich noch wesentlich mehr Kohlendioxid als unsere Wälder.

Robustheit, Belastbarkeit, Kälteschutz im Winter und Wärmeschutz im Sommer sowie das ganze Jahr über ein optimaler Schallschutz machen Hanf zu einem Top-Kandidaten für die Dämmung. Von der klimaneutralen Herstellung ohne Verwendung von Bioziden bis hin zur Recyclingfähigkeit kann es die perfekte Wahl für nachhaltig eingestellte Immobilieneigentümer sein.

Lernen Sie diese “Wunderpflanze” und ihren Einsatz als Dämmstoff in dem Video noch ein bisschen näher kennen:

 

Übrigens brauchen Sie keine Angst zu haben, dass die ökologischen Dämmstoffe leichter entflammbar wären. Sie alle erfüllen voll und ganz die Anforderungen an den Brandschutz. Manche sogar noch besser als ihre “künstlichen Konkurrenten”.

 

Welcher Dämmstoff am besten für Ihr Objekt geeignet ist, dazu können Sie die Maler-Engel umfassend beraten.

In unserem Beitrag “Jetzt schon an den nächsten Winter denken – Wärmedämmung mit den Maler-Engeln” finden Sie ebenfalls noch weitere Informationen zum Thema Dämmung.

Wollen Sie nicht nur, weil es das Gesetz vorschreibt, sondern im Umweltbewusstsein für sich selbst und nachfolgende Generationen, Ihr Haus ökologisch dämmen? –

Dann lassen Sie sich mithilfe der Maler-Engel natürliche Wärme und ein persönliches Wohlfühlklima in Ihrem Zuhause schaffen!